Nicolas Kerksieck: sehnsucht + leichtsinn

Man sieht einen Ausschnitt einer idyllischen Landschaft in den Alpen. Eine Tanne mit aufgeschichtetem Holz säumt den (Wander-) Weg. Diese Situation ist gefasst in einen kleinen Holzkasten dessen Rückwände den collagierten, inszenierten Bildraum aufnehmen, während der Vordergrund plastisch gearbeitet ist. Typisch für den modellbauartigen Aufbau ist die Raumillusion aus Verschränkungen von zwei- und dreidimensionalen Darstellungen.

Das Heimatkästchen im Sinne eines privaten „Hausaltars der Heimeligkeit“ zeigt einen idealen Landschaftsausschnitt, eine selektive Ansicht, wie sie für Idyllen notwenig ist, um Unannehmlichkeiten zu verbergen.

Eine raumgreifende Installation einer Half-Pipe, beleuchtet und stoffbezogen, ist umrahmt von unzähligen Kalender- und Postkartenbildern fantastischer Berglandschaften.

Warum ist das so?

Vielleicht der Ausdruck einer subjektiven Ahnung von Heimat und Idylle, Sehnsucht und Leichtsinn und inständiger Unvereinbarkeiten.

Oder nicht?

www.nicolas-kerksieck.com